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Mustagh Ata 7546 m, Ski-Expedition 27 Tage
So. 10.06. - Sa. 07.07. 2012
Wer bereits auf Fünf- oder Sechstausendern mit Ski gestanden ist, für den könnte der 7546 m hohe Mustagh Ata ein neues großes Ziel sein. Die Form des Berges lädt geradezu ein, den Anstieg und natürlich auch die Abfahrt mit Ski zu bewältigen. Der Mustagh Ata, in der chinesischen Provinz Xinjang, ist ein faszinierender Berg, dessen riesige Schnee- und Eisflanken unmittelbar aus der umliegenden Steppenlandschaft gegen den Himmel aufzusteigen scheinen. Für die kirgisischen Nomaden ist der Mustagh Ata Götterberg und Lebensquelle zugleich. Seine Gletscher sind ein unerschöpfliches Wasserreservoir, deshalb nennen ihn die Kirgisen auch „Vater der Eisberge". Der Mustagh Ata ist der westlichste Eckpfeiler des Kun Lun-Gebirges, das sich auf einer Länge von 4000 Kilometern quer durch Zentralasien zieht. Zusammen mit den beiden noch höheren Kongur-Gipfeln zählt der Mustagh Ata zu den höchsten Bergen dieser Gebirgskette. Bereits die Anreise über die Hauptstadt Kirgisiens, Bishkek, und über die alte chinesische Karawanenstadt Kashgar ist ein Abenteuer und vermittelt intensive bleibende Eindrücke. Der Berg selbst weist technisch gesehen keine großen Schwierigkeiten auf, doch die enorme Höhe stellt große Anforderungen an die physische und psychische Leistungsfähigkeit. Die Besteigung des Mustagh Ata ist fast mit einer kleinen Achttausender Expedition vergleichbar. Mit einer erfahrenen Expeditionsorganisation, guter eigener Vorbereitung, ausreichender Akklimatisation vor Ort und einer der Höhe angepassten Taktik, ist der Mustagh Ata mit seinen 7546 Metern jedoch ein ein einmaliges realistisches Ziel für höhenerfahrene Skibergsteiger.
Vorgesehenes Programm
- 1. Tag: Flug von München über Moskau nach Bishkek (Kirgisien). Stadtbesichtigung, Abendessen, Übernachtung im Hotel.
- 2.Tag: Transfer mit Bus nach Naryn (360 km, ca. 6 Stunden). Die Fahrt führt uns durch eindrucksvolle Täler und über den Dolon Pass (3030 m), quer durch das beeindruckende Tien-Shan-Gebirge. Übernachtung in einfacher Pension in Narin. (F/M/A)
- 3.Tag: Weiterfahrt von Naryn nach Torugart und Kashgar. (200 km, 5 - 6 Stunden) Wir überschreiten die kirgisisch - chinesische Grenze in Torugart, treffen hier unsere chinesischen Partner und fahren weiter nach Kashgar. Diese Fahrt bietet zahlreiche Landschaftseindrücke von den Weiten der uigurischen Steppen. Gegen Abend erreichen wir die alte Karawanenstadt an der Seidenstraße. Übernachtung im Hotel. (F/M/A)
- 4.Tag: Nach dem Frühstück verlassen wir Kashgar in Richtung Süden. Auf gut ausgebauter Straße geht es über flaches Land und schließlich durch die schroffe Ghez-Schlucht in Richtung Berge. Kamele und Yakherden grasen in der Nähe der zahlreichen Bäche und Flußläufe und die weite Landschaft hat ein ganz eigenes Flair. Unser Ziel ist der malerisch zu Füßen der Eisriesen Kongur (7719 m) und Mustagh Ata (7546 m) gelegene Karakol-See an dem unser Camp liegt. Hier übernachten wir in Jurten unweit des Seeufers. (F/M/A)
- 5.Tag: Der Sonnenaufgang über den Bergen, die sich im klaren Wasser des Sees spiegeln, ist eine perfekte Einstimmung auf das heute beginnende Bergabenteuer. Wir fahren noch einige Kilometer bis zum Ausgangspunkt des kurzen Trekkings ins Basislager. Für den Gepäcktransport nutzen wir Kamele uigurischer Nomaden, die mit ihren Jurten in dieser Gegend leben. In dem sehr schön, direkt am Fuße des Berges, gelegenen Basislager angekommen, errichten wir hier für die nächsten Wochen die Zelte. (Gehzeit: ca. 4h). (F/M/A)
- 6.-22.Tag: 17 Tage stehen zur Verfügung, um die Besteigung des Mustagh Ata in Angriff zu nehmen. Genügend Zeit, um bei normalen Wetter- und Schneeverhältnissen eine realistische Gipfelchance zu haben. Zunächst werden wir gemeinsam die drei erforderlichen Hochlager (Lager 1 auf ca. 5300 m, Lager 2 auf ca. 6200 m und Lager 3 auf ca. 6800 m) errichten und uns langsam an die Höhe gewöhnen. Sind alle Lager errichtet und ausreichend mit Nahrungsmitteln und Brennstoff ausgestattet, haben wir uns inzwischen sicher gut akklimatisiert und können zum Gipfelversuch starten. Der Aufstieg selbst ist technisch einfach, doch aufgrund der großen Höhe trotzdem eine echte Herausforderung. Haben wir den Gipfel erreicht, wartet bei schönem Wetter als Belohnung ein umwerfender Tiefblick in Richtung der nur wenige Kilometer entfernten Taklamakan-Wüste sowie zum benachbarten Kongur. Dann können wir die erste Etappe der 3000-Höhenmeter-Abfahrt, vorerst bis in das Lager 2 angehen. In einer weiteren Abfahrtsetappe am nächsten Tag dann bis in das Basislager.
- 23. Tag: Heute kehren wir in die Zivilisation und das emsige Treiben von Kashgar zurück. Übernachtung im Hotel (F/M/A)
- 24.Tag: Besichtigungstag Kashgar. Schon seit Jahrhunderten ist Kashgar der wichtigste Handelsplatz an diesem Teil der historischen Seidenstraße. Der Bevölkerungsmix aus Uiguren, Kirgisen, Tadschiken und Han-Chinesen hat der heute modernen Großstadt ein ganz eigenes Gepräge gegeben. Es gibt wohl kaum etwas, was man in den riesigen Märkten Kashgars nicht kaufen kann. Hauptsächlicher Markttag ist zwar der Sonntag, doch auch an anderen Tagen lohnt ein Besuch der Markthallen auf jeden Fall. Auch abseits des Trubels hat Kashgar viel zu bieten, z.B. die uralte Id-Kah-Moschee oder das sehenswerte Abakh-Hoja-Mausoleum. Der ganze Tag steht uns für Besichtigungen in der westchinesischen Handelsmetropole zur Verfügung. Ü im Hotel (F/-/A)
- 25.Tag: Rückfahrt mit Bus von Kashgar nach Torugart. Hier überschreiten wir wieder die Chinesische Grenze und erreichen dann abends Naryn. Übernachtung in einfacher Pension. (F/M/A)
- 26.Tag: Rückfahrt Naryn - Bishkek. Abschlußabend und Übernachtung im Hotel (F/M/A)
- 27.Tag: Transfer zum Flughafen und Rückflug Bishkek - München (F)
Persönliche Anforderungen
- Grundsätzlich muss jeder Teilnehmer sämtliche Aktivitäten am Berg selbständig durchführen können.
- Es erfolgt keine Führung im klassischen Sinne durch den Bergführer.
- Der Bergführer ist nur begleitend und beratend tätig.
- Das Gehen in Seilschaften, der Hochlageraufbau, Kochen im Hochlager und Transport der Ausrüstung für die Hochlager erfolgt selbstständig in Eigenregie und als Team mit den anderen Expeditionsteilnehmern.
- Sicheres Skifahren und Gehen mit Steigeisen in allen Schneearten und Steilheiten bis 35° auch mit schwerem Gepäck ist erforderlich
- Eis- und Gletschererfahrung (Spaltenbergung)
- Teamgeist und psychische Stärke
- Hervorragende Kondition
- Höhenerfahrung auf Berg-/Ski- oder Treckingtouren bis ca. 5000 m Höhe
- Ein Nachweis über durchgeführte Bergtouren ist mit der Anmeldung vorzulegen
Bitte auch besondere Sicherheitshinweise lesen!
Ausrüstung
Teilnehmerzahl
- mindestens 6 - maximal 12 Personen
Im Reisepreis enthaltene Leistungen
- Organisation der gesamten Expedition incl. Besteigungspermit
- Beantragung der Visa für Kirgisien und China
- Linienflug von München nach Bishkek und zurück
- Alle Fahrten und Transfers ab Flughafen bis in das Basislager und zurück
- Einheimisches Begleit- und Küchenteam bis ins Basislager
- Gesamte Basecamp - Ausrüstung (Zweimannzelte, großes Aufenthaltszelt, Küchenzelt)
- 5 x Übernachtung im Hotel im DZ
- 2 x Übernachtung in einfachem Gästehaus
- 21 x Übernachtung in Doppelzelten
- Verpflegung wie im Tagesprogramm angegeben, bei Hotelaufenthalt Halbpension
- Im Bacecamp Vollverpflegung
- Satellitentelefon im BC (Im BC auch Mobilfunk möglich)
- Bereitstellung der Hochlagerzelte (2-Mann Zelte)
- Hochlagerverpflegung (Travellunch)
- Gaskartuschen (Propan/Buthan) für Hochlager
- Begleitung und Beratung durch staatl. gepr. Berg- und Skiführer Karl Hegele
- Vorbereitungstreffen
Notfallapotheke + Pulsoxymeter
- 1 x Expeditionstasche 100 Liter
- Reiserücktrittversicherung
Nicht im Reisepreis enthalten:
- Visakosten für Kirgisien und China
- evtl. Hochträgerkosten ab Lager 1
- Trinkggelder
Preis: 4200 € Noch Fragen? Online-Anfrage Online-Buchung
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